Starke Mädchen und Jungen zeigten Teamwork, Fitness und Feuerwehrwissen

Der Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr im Landkreis Fulda fand am 26.06.2016 statt. Mehr als 300 Jugendfeuerwehrmitglieder in 38 Mannschaften kämpften bei sonnigem Wetter um den Sieg beim Bundeswettbewerb auf dem Sportplatz in Eiterfeld-Großentaft.

Beim Bundeswettbewerb führen die Jugendlichen einheitliche Disziplinen nach den Richtlinien der deutschen Jugendfeuerwehr vor und können sich bis zum Wettbewerb auf Bundesebene qualifizieren. Alle Mannschaften traten in einer Stärke von neun (Gruppen) bzw. sechs (Staffel) Jugendlichen an. Der Wettkampf setzt sich aus einem A-Teil (Löschangriff) und einem B-Teil (Staffellauf) zusammen, die von den Wertungsrichtern der Kreisjugendfeuerwehr Fulda bewertet wurden.
Der A-Teil besteht aus einem Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift. Dieses Jahr wurde die Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer geprüft. Die angetretene Jugendfeuerwehr brachte zuerst vier Saugschläuche, einen Saugkorb und zwei Leinen in die Nähe des Gewässers und kuppelten diese professionell zusammen. Danach musste die Schlauchleitung über einen markierten Wassergraben zum Verteiler gelegt werden. Von hier aus wurden die Schläuche in verschiedene Richtungen ausgelegt. Bei einer Gruppe mussten drei Schläuche verlegt werden, bei einer Staffel zwei Schlauchleitungen. Anschließend wurden Befehle von einzelnen Jugendfeuerwehrmitgliedern gegeben. Nach dem Befehl „Wasser marsch!“ wurden die Hähne am Verteiler schnell aufgedreht und nach dem Befehl „Wasser halt!“ wieder geschlossen. Aufgrund der Unfallgefahr wird jedoch nie mit Wasser geübt. Allerdings müssen alle Handgriffe wie bei einem richtigen Einsatz genau sitzen.
Der B-Teil besteht aus einer 400-Meter Hindernisstrecke, die von den Jugendfeuerwehrmitgliedern durchlaufen werden muss. Dabei gibt es verschiedene Aufgaben zu absolvieren. Unter anderem muss ein Feuerwehrschlauch gerollt, oder ein Knoten an einem Strahlrohr gebunden werden. Die letzte Aufgabe besteht darin, eine Feuerwehrleine durch zwei Stangen ins Ziel zu werfen. Die erreichte Zeit spielt zusammen mit dem Durchschnittsalter der Gruppe bzw. Staffel eine wichtige Rolle, aber auch die Fehlerpunkte bei den zu erledigenden Aufgaben können entscheidenden Einfluss auf die Platzierung haben.

Nachdem alle Jugendfeuerwehrmannschaften die erforderlichen Disziplinen absolviert haben, standen folgende Platzierungen fest.

Platzierung der Mädchen – Gruppen
1.    Eiterfeld-Leimbach (1399,0 Punkte)
2.    Petersberg-Steinau (1.373,0 Punkte)

Top 10 der Jungen bzw. gemischte Gruppen
1.    Petersberg-Steinau 1 (1.435,0 Punkte)
2.    Hünfeld-Dammersbach (1.399,0 Punkte)
3.    Bad Salzschlirf (1.397,9 Punkte)
4.    Petersberg-Steinau 3 (1.397,0 Punkte)
5.    Hünfeld-Mackenzell/Molzbach (1.397,0 Punkte)
6.    Hünfeld-Malges (1.384,9 Punkten)
7.    Eiterfeld-Leimbach/Buchenau (1.382,0 Punkte)
8.    Ebersburg-Ried (1.379,0 Punkten)
9.    Burghaun-Rothenkirchen (1.379,0 Punkte)
10.   Eiterfeld-Leimbach  (1.374,9 Punkte)

Top 3 der Staffelmannschaften
1.    Hünfeld-Michelsrombach (1.407,0 Punkte)
2.    Hünfeld-Kirchhasel 1 (1.399,0 Punkte)
3.    Hünfeld-Rudolphshan 1 (1.396,0 Punkte)

Sie haben sich jeweils für den Osthessen-Cup (Wettbewerb zwischen den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Vogelsberg, Main-Kinzig und Fulda) am 18.09.2016 im Vogelsbergkreis oder den Landesentscheid am 11.09.2016 in Hungen qualifiziert.

Im Rahmen der Siegerehrung dankte Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Hohmann allen Beteiligten der Feuerwehr Eiterfeld-Großentaft für die Organisation des Kreisentscheides und gratulierte allen Mannschaften zu ihren hervorragenden Leistungen.  Im Anschluss übergab er das Wort an den Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt. Herr Schmitt betonte, wie wichtig es sei, dass es die Jugendfeuerwehr gibt und zollte den Jugendlichen Respekt für ihren Einsatz. Weitere Grußworte sprachen Landtagsabgeordneter Markus Meysner, Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, Gemeindebrandinspektor Stephan Heimeroth und Gemeindejugendfeuerwehrwart Martin Trabert.

 

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