Jugendfeuerwehr Petersberg-Steinau räumte wieder ab

„1 1 2“, das sangen die Jugendfeuerwehrmitglieder aus Petersberg-Steinau am Nachmittag des 20. Juni 2015 zur Siegerehrung des Bundeswettbewerbes der Deutschen Jugendfeuerwehr auf Kreisebene in Petersberg-Steinau.

 

Zum wiederholten Mal holten die Mädchenmannschaft und die beiden gemischten Gruppen aus Steinau den ersten und zweiten Platz. Die Jugendfeuerwehr Hünfeld-Rudolphshan wurde Kreissieger bei der neu eingeführten Staffelwertung.

Insgesamt 34 Mannschaften starteten den Kreisentscheid im Bundeswettbewerb am Sportplatz in Petersberg-Steinau. Dabei führen die Jugendlichen einheitliche Disziplinen nach den Richtlinien der Deutschen Jugendfeuerwehr vor und können sich bis zum Wettbewerb auf Bundesebene qualifizieren. Alle Mannschaften traten in einer Stärke von neun (Gruppenstärke) bzw. sechs (Löschstaffel) Jugendlichen an. Der Wettkampf bestand aus dem sogenannten A- und B-Teil, die von den Wertungsrichtern der Kreisjugendfeuerwehr Fulda unter der Leitung von Juliane Braun genauestens bewertet wurden.

Der A-Teil besteht aus einem Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift. Alle zwei Jahre werden abwechselnd erfolgt die Wasserentnahme entweder aus einem Hydranten oder aus einem offenen Gewässer. Dieses Jahr wurde die Wasserentnahme aus einem Hydranten geprüft, die mit Hilfe eines Standrohres erfolgte. Danach musste die Schlauchleitung über einen markierten Wassergraben zum Verteiler gelegt werden. Von hier aus wurden die Schläuche in verschiedene Richtungen ausgelegt. Bei einer Gruppe mussten drei Schläuche verlegt werden, bei einer Staffel zwei Schlauchleitungen. Anschließend wurden Befehle von einzelnen Jugendfeuerwehrmitgliedern gegeben. Nach dem Befehl „Wasser marsch!“ wurden die Hähne am Verteiler schnell aufgedreht und nach dem Befehl „Wasser halt!“ wieder geschlossen. Aufgrund der Unfallgefahr wird jedoch nie mit Wasser geübt. Allerdings müssen alle Handgriffe wie bei einem richtigen Einsatz genau sitzen. Der B-Teil besteht aus einer 400-Meter Hindernisstrecke, die von den Jugendfeuerwehrmitgliedern durchlaufen werden muss. Dabei gibt es verschiedene Aufgaben zu absolvieren. Unter anderem muss ein Feuerwehrschlauch gerollt werden oder ein Knoten an ein Strahlrohr gebunden werden. Die letzte Aufgabe besteht darin die Feuerwehrleine durch zwei Stangen ins Ziel zuwerfen. Die Zeit je nach Durchschnittsalter spielt dabei eine wichtige Rolle, aber auch die Fehlerpunkte bei den zu erledigenden Aufgaben.

Zahlreiche Ehrengäste aus dem Bereich Politik und Feuerwehr konnten von Kreisjugendfeuerwehrwart zur Siegerehrung begrüßt werden und staunten über die sehr guten Leistungen der Jugendfeuerwehren.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld überbrachte herzliche Grüße von Landrat Bernd Woide. Alle teilnehmenden Mannschaften haben an diesem Tag Ausdauer unter Beweis gestellt. Dazu zählt sowohl sportliches Vermögen als auch feuerwehrtaktisches Können. Das ist eine großartige Leistung und zudem sehr erfreulich, dass insgesamt 34 Mannschaften teilgenommen haben. Dies ist ein Zeichen wie stark die Jugendfeuerwehren im Landkreis Fulda sind. Anschließend bedankte er sich beim Ausrichter Petersberg-Steinau für die Ausrichtung der Veranstaltung. Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen weiß, dass die Jugendlichen schon seit morgens im Einsatz waren um so eine tolle Leistung zu erbringen und freute sich, dass es so viele junge Leute gibt, die den Weg zur Feuerwehr finden. Dazu gehört natürlich auch, dass es auf der anderen Seite Leute gibt, die dies als Betreuer ermöglichen. Alle Jugendlichen haben eine tolle Leistung gezeigt und die Sieger dürfen sich hier natürlich besonders freuen. An dieser Stelle gilt ein großer Dank an die Jugendlichen und auch die Betreuer, ohne die diese Leistung nicht möglich wäre. Steinaus Ortsvorsteher Winfried Schäfer erzählte, dass alle teilnehmenden Jugendlichen, allein dadurch, dass sie an der Veranstaltung teilgenommen haben Sieger sind und damit haben sie gezeigt, dass sie für die Öffentlichkeit stehen und dass die Jugendlichen die Zukunft der Feuerwehr sind. Geschäftsführerin des Kreisfeuerwehrverbandes Fulda Julia Roeschies gratulierte herzlich, dass die jungen Menschen gemeinschaftlich in der Gruppe dazu beigetragen haben, den A-Teil und B-Teil erfolgreich zu bestehen. Genau das macht Feuerwehr aus: Kameradschaft und Miteinander und hofft somit, dass alle Jugendlichen weiterhin viel Spaß bei der Feuerwehr haben werden. Zum Schluss drückte sie den Jugendlichen die Daumen, dass der eine oder andere mit auf den Landesentscheid oder auf den Osthessencup fahren darf.

Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Hohmann, Wettbewerbsleiterin Juliane Braun, sowie die Feuerwehr Petersberg-Steinau waren mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden.

Platzierungen Bundeswettbewerb 2015

 

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