Patenschaftsprojekt der KJF Fulda mit bundesweitem Modellcharakter

Jugendlichen soll der Übergang von den Jugendfeuerwehren in die Einsatzabteilungen erleichtert werden. Diese Aktion unter der Leitung von Heike Münker und Markus Scheu wird vom dem Bundesfamilienministerium gefördert.

Zitat unseres Landrates Bernd Woide zum Patenschaftsprojekt:
"Feuerwehr hat Vergangenheit und schaut in die Zukunft“

 

Zeitungsbericht vom 19.04.2007

Die freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Fulda wollen den Anteil von jungen Leuten in den Einsatzabteilungen erhöhen. Der Kreisfeuerwehrverband Fulda und die Kreisjugendfeuerwehr haben ein Projekt gestartet, mit dem der Übergang von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung erleichtert werden soll. Projektpartner sind die Feuerwehren aus Bimbach, Kleinlüder und Leimbach. Die jungen Feuerwehrleute suchen sich einen Paten oder eine Patin aus, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht und sie in den ersten Monaten bei der Einsatzabteilung begleitet.

Um zu zeigen, dass der Landkreis Fulda hinter dem Projekt steht, hatte Landrat Bernd Woide zu einem Empfang ins Kreishaus eingeladen, bei dem er gemeinsam mit Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld an die beteiligten Feuerwehrleute T-Shirts und Patenschaftsurkunden überreichte. Neben Kreisbrandinspektor Stefan Schmidt, Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Wächtersbach sowie weiteren Vertretern des Kreisfeuerwehrverbands waren auch die Bürgermeister Silvia Hillenbrand (Großenlüder) und Hermann-Josef Scheich (Eiterfeld) der Einladung gefolgt.

Landrat Woide fand anerkennende Worte, dass der Kreisfeuerwehrverband trotz der positiven Entwicklung bei der Jugendfeuerwehr einem immer drängender werdenden Problem nicht ausweiche. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wingenfeld sprach von einem wichtigen Projekt zur Sicherung der Zukunftsperspektive in der Feuerwehr. Die Bürgermeister Hillenbrand und Scheich äußerten sich stolz auf die teilnehmenden Wehren aus ihren Gemeinden. Kreisbrandinspektor Schmidt unterstrich, dass es sich um ein Vorzeigeprojekt über die Grenzen des Landkreises Fulda hinaus handele.

Der Kreisfeuerwehrverband und die Kreisjugendfeuerwehr beteiligen sich als einziger Verband in  Deutschland mit zwei Aktionen an dem Projekt „Mädchen und Frauen in die Feuerwehr“, das vom Deutschen Feuerwehrverband durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen gefördert wird. Ziel ist es, den Frauenanteil in den Feuerwehren zu erhöhen und ein besseres Miteinander der Geschlechter zu erreichen. In Deutschland gibt es rund 1,4 Millionen Feuerwehrleute, davon sind laut Angaben des Bundesministeriums knapp zehn Prozent Frauen.

Neben dem Patenschaftsprojekt, bei dem Jugendliche, die aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung wechseln, sich einen Paten aussuchen, der sie in der Anfangszeit unterstützt, kommt der Kreisfeuerwehrverband mit einem zweiten Projekt zum Zuge. Dabei geht es um gemeinsame Übungen und Ausbildungseinheiten von Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung, um sich gegenseitig besser kennen und schätzen lernen sollen. Projektverantwortliche sind in beiden Fällen Heike Münker vom Kreisfeuerwehrverband sowie Markus Scheu von der Kreisjugendfeuerwehr.

 

© Kreisjugendfeuerwehr Fulda